Frauenzentrale Thurgau
Herzlich willkommen bei der Frauenzentrale Thurgau

Wir sind die Drehscheibe für frauenspezifische Anliegen im Kanton Thurgau. Wir engagieren uns für Frauen und ihr soziales Umfeld. 30 Organisationen und Verbände aus sozialen, politischen, beruflichen und karitativen Bereichen sowie rund 300 Frauen sind bei uns Mitglied.

Rückschau: Frauengrössen im Sport

Die Frauenzentrale Thurgau hat am Dienstag Abend, dem 24. Oktober, den vierten und letzten Anlass aus der Reihe „wir laden zum Gespräch ein“ durchgeführt. Die Aula der Kantonsschule Romanshorn war gut gefüllt – auch mit einer Anzahl Männer. Viele fanden wegen dem ehemaligen Ski-Superstar Marie-Therese Nadig den Weg in die Frauenrunde. Die doppelte Olympiasiegerin nennt sich selber gerne Maite und trat unprätentiös und gleichzeitig selbstbewusst auf.

Frauen müssten ihr Leben selber in die Hand nehmen und mit Stärke vorangehen. Beim Schneetreiben gelte es, nicht sofort in die warme Stube zum Kaffee zu rennen – wo die Männer schon lange sitzen würden –, sondern zu zeigen, dass man gleichviel oder mehr aushalte. So wurde ihr in der Männerbastion „Trainer“ schnell viel Respekt zuteil.

  

Die anderen beiden Athletinnen erzählten ebenfalls aus ihrem Alltag: Die ehemalige Nationalspielerin Unihockey Andrea Kern verfolgt die Spiele mittlerweile von der Tribüne aus: Auf dem Stuhl sitzend sei das kaum auszuhalten. Aber Mutter sein von zwei jungen Kindern und Spitzensport gleichzeitig seien zwei kaum koordinierbare Engagements. Obwohl sie ihrer Aktivzeit im Sport nachtrauert, liebt sie ihre Kinder und geniesst das Mutterdasein. Daneben arbeitet sie als Lehrerin und kann sich eine Zukunft als Trainerin vorstellen. So müsste sie sich nicht ganz von der Sportwelt verabschieden, welche sie sowieso nicht loslässt.

  

Die Jüngste im Bunde, Yasmin Giger, welche demnächst ihren 18 Geburtstag feiert, hat die Zukunft noch vor sich.  Sie gilt als Schweizer Nachwuchshoffnung und hat schon mehrfach bewiesen, dass sie eine der schnellsten Hürdenläuferinnen ist. Dennoch wirkt sie natürlich und bescheiden und beteuerte auf sympathische Art, dass sie alles geben wird. Wir werden also noch von ihr hören.  Frauen müssen ihren Weg mutig, zielstrebig  und unbeirrt gehen. So hat es die Mutter von Yasmin in der Diskussion zum Schluss als Tipp für Frauenkarrieren im Sport und anderswo formuliert und auf den Punkt gebracht. 

 

Rückschau: Frau am Amazonas

Am 6.9.17 hat die Frauenzentrale Thurgau in der Aula der Kantonsschule Frauenfeld einen Amazonas-Anlass durchgeführt. Mit von der Partie waren auch fünf Klassen aus dem Fach Wirtschaft und Recht. Im Unterricht wurde vorausgehend behandelt, wie die südamerikanischen Länder und der Rest der Welt im wirtschaftlichen Austausch stehen. Dabei wurde ein Schwerpunkt darauf gelegt, dass sich der Amazonas-Regenwald durch den Abbau der Rohstoffe in Gefahr befindet. Dieses Gebiet, welches als „Lunge des Planeten“ gilt, ist bedroht. Direkt betroffen vom „Extraktivismus“ sind indigene Völker vor Ort.

 

Ketty Marcelo aus der indigenen Gemeinschaft Ashaninka war persönlich anwesend und hat anschaulich erzählt, wie es um die Rechte der Frau in ihrer Gemeinschaft steht. Es ging in ihrem Vortrag aber auch um das Verhältnis und Verständnis der Regierung in Peru gegenüber den indigenen Gemeinschaften, welche den Regenwald bewohnen und ihn schützen. Wenn es um wirtschaftliche Interessen von internationalen Konzernen geht, haben sie leider oft das Nachsehen. Und hier setzt die Arbeit der zweiten Rednerin, Flurina Doppler, an. Sie arbeitet als Fachperson für Entwicklungszusammenarbeit bei einer NGO in Peru und unterstützt die lokale Zivilgesellschaft in ihren Anliegen.

                                      

Der Abend war kurzweilig und hat aufgezeigt, dass die verschiedenen „Lebenswelten“nicht unabhängig voneinander funktionieren können. Allerdings steht kein Rezept in Aussicht, wie der Regenwald sowohl in Peru als auch in ganz „Amazonien“ langfristig geschützt werden kann. Zu wertvoll sind die Rohstoffe, die dort verborgen sind. Zu gross sind deshalb die vielfältigen Interessen, in diese Bodenschätze zu investieren und diese abzubauen. 

wir laden zum Gespräch ein - 13. Juni 2017

Frauen aus dem Ausland in der Schweiz: Chancen und Stolpersteine auf dem Weg der beruflichen Karriere

    

Der Anlass aus der Serie „wir laden zum Gespräch ein“ vom 13. Juni lockte an die 80 Personen, zum grossen Teil Frauen, ins Theater des Eisenwerks. Vier Referentinnen sassen auf dem Podium und gaben Auskunft über ihren Werdegang und ihren Beweggrund, in die Schweiz zu kommen und hier Arbeit zu suchen. Die Lebensläufe der Gäste waren so unterschiedlich wie ihre Antworten auf die präzisen Fragen der Moderatorin Verena Wüthrich. Diese verfügt als Berufs- und Laufbahnberaterin der Infostelle Frau+Arbeit in Weinfelden über einen grossen Erfahrungsschatz an Wissen über Chancen und Stolpersteine für die berufliche Karriere. Migrantinnen haben zusätzliche Anforderungen zu erfüllen, dazu gehören zum Beispiel das Erlernen der Landessprache und das Kennenlernen der formellen, aber auch informellen Gepflogenheiten im Land. Wie begrüsse ich mein Gegenüber? Ist Blickkontakt angesagt? Wann gilt „Sie“, wann „Du“? Auch diese ungeschriebenen Regeln sind wichtig, gerade für ein Bewerbungsgespräch.

  

Insgesamt fühlten sich die Frauen gemäss ihren Aussagen aber in der Schweiz sowohl in der Rolle als Frau, aber auch in der Rolle als Ausländerin, wohl und auch nicht benachteiligt auf dem Arbeitsmarkt. Allerdings wisse man nicht immer, wo man die Informationen über Möglichkeiten und Angebote beschaffen solle.  Es fehle an einem eigenen Netzwerk und an geeigneten Anlaufstellen, eine Podiumsteilnehmerin musste sich alle Auskünfte via Internet zusammensuchen.

Mit widrigeren Umständen auf dem Arbeitsmarkt müssen Kopftuchträgerinnen rechnen. Denn das Kopftuch – so haben es auch die Fragen aus dem Publikum gezeigt, ist auch Gesprächs -„Stoff“ und wirft Fragen auf.

Ob mit oder ohne Kopftuch: Die ehrliche Kommunikation ist wichtig und zeigt dem Gegenüber auf, wo Veränderungen im Verhalten angezeigt sind. Und es braucht auch Beharrlichkeit, um die eigenen Wünsche und Ziele zu realisieren. Ein Netzwerk ist dabei immer hilfreich. Beides gilt für Schweizerinnen und Ausländerinnen gleichermassen.

   

Nachklingen vom 8. März, dem Tag der Frau

  

 

Frauenpersönlichkeiten in Gesellschaft und Politik
Es war ein unvergesslicher Abend: Die Frauenzentrale Thurgau hat es geschafft, den Saal des Gasthauses zum Trauben in Weinfelden beinahe zum Bersten zu bringen - einige mussten sich mit Stehplätzen zufrieden geben.

    

Die zwei Stunden gingen im Fluge vorbei: Die lockere Einführung der Präsidentin, die präzise Fragestellung der Moderatorin und die einprägsamen Aussagen der beiden Gäste machten den Abend zu einem unvergesslichen Ereignis. Auch Fragen aus dem Publikum kamen nicht zu kurz.

      

Die Aussagen der ehemaligen Bundesrätin Widmer-Schlumpf und der Regierungsrätin Komposch klingen nach - und verankern sich in den Köpfen der 250 anwesenden Personen, darunter auch 20 willkommene Männer. Diese Sätze tönen in etwa so: gehe deinen Weg zielgerichtet / lass dich ein auf neue Aufgaben, welche dir gefallen / lass dich tragen von deinem Umfeld / vertraue dir selber, aber auch anderen / sei mutig / lass Veränderung zu (auch die Gedanken können die Richtung ändern, dafür ist der Kopf rund!) / getrau dich und pack es an!

Danke an alle, die zu diesem Abend voller Zuversicht und Energie für die Tätigkeit der Frau beigetragen haben. Frauen können viel bewegen! Und Männer gehören mit ins Boot, denn für die Gleichstellung braucht es beide Geschlechter gleichermassen. 

Medienecho

        

Weitere Fotos - Impressionen

FZTG feierte Geburtstag!

Blauer hätte der Herbsthimmel nicht sein können an diesem schönen Feiertag: 90 Jahre Frauenzentrale wurde mit einer kleinen, aber feinen Frauenschar am 24. September 2016 auf dem Schulhausplatz des Thomas Bornhauser Schulhauses in Weinfelden gefeiert. 

Frau Regierungsrätin Cornelia Komposch sprach engagiert über Frauenpersönlichkeiten von nationaler Bedeutung, welche den Weg der Frauen geebnet haben. Heute haben wir den Gleichstellungsartikel in der BV verankert und dies seit 35 Jahren. Und dennoch liegen da Steine im Weg. Die Lohngleichheit ist noch nicht erreicht und den Frauen fällt der Gang in die Chefetagen nicht leicht. Dass diese Hindernisse weggeräumt werden, dafür setzt sich die Frauenzentrale schon seit 90 Jahren für alle Frauen ein!

Für die Gleichberechtigung braucht es aber auch die Mithilfe der Männer. Diese gestaltet sich nicht immer einfach, gibt es doch zum Beispiel noch keinen Vaterschaftsurlaub.

Eine anwesende Delegation von Koreanerinnen, welche sich bereits davor mit der Frauenzentrale getroffen haben, bereicherten das Fest mit ihrer Fröhlichkeit und ihrem Interesse. 

Ein weiteres interkulturelles Highlight stellte die feine afghanische Küche der Familie Alem Yar dar. Ihr Curry kam gut an. Krönender Abschluss war das absolut reichhaltige Dessertbuffet des Landfrauenvereins Weinfelden. Chapeau! Die Desserts waren eine Augenweide.

Ab 14 Uhr war der Hüftschwung gefragt. Michal von Dance More in Frauenfeld verstand es, "frau" zum Tanz zu motivieren. Die Taxidancers halfen dort aus, wo es am Mann fehlte! Lustig war's und Musik und Bewegung taten Körper und Seele gut. 

Um 16 Uhr folgte ein weiterer Höhepunkt: Ilsi Muna spielte mit ihrer Band Monkee Palace auf: Die sinnliche Musik stellte eine Reise durch die verschiedenen Weltregionen dar. Da gab es neben südamerikanischen Texten auch Liebeslieder aus der Roma-Kultur. Der davor geübte Tanzschritt (Salsa, Cha-Cha-Cha) konnte nun "live" umgesetzt werden. 

Das war ein gelungener Festtag, welchen da die Frauenzentrale zu ihrem Geburtstag auf die Beine gestellt hatte. Es fehlte an nichts - ausser am zahlreichen Publikum. Schreckten die 90 Jahre ab - oder evtl. die Aussicht, das Tanzbein zu schwingen? Oder beides Zusammen? Diejenigen, die da waren, taten es umso mehr mit Genuss.

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Programm als PDF

Wir bedanken uns bei den Sponsoren für ihre freundliche Unterstützung:

                   

Aktive Frauen aus verschiedenen Kulturen treffen aufeinander

Am 21. September 2016 bekam die Infostelle Frau+Arbeit Besuch aus Südkorea, genauer vom Geyenongsangnam-do, Counsil of Women. Die elf Frauen, alles Präsidentinnen aus ihren jeweiligen lokalen Vereinen, kamen mit dem Ziel angereist, mehr zu erfahren: Und zwar über den Schweizer Aufbau von Vereinen mit frauenspezifischen Anliegen! Es waren viele Parallelen auszumachen zwischen den koreanischen und den schweizerischen Absichten von Frauengruppen: Mehr Gleichstellung zwischen Frau und Mann, weniger häusliche Gewalt, weniger Armut von Frauen und Kindern und allgemein Unterstützung von gemeinnützigen Projekten. Es wurde auch viel gelacht: die Koreanerinnen zeigten sehr viel Herzlichkeit und haben den Austausch sehr geschätzt.

Mit dabei waren neben den elf Koreanerinnen und ihrem Übersetzer sowie dem Organisator aus Sirnach, Herrn Jürg Baumberger:

- Frau Regula Gonzenbach, Präsidentin Frauenarchiv Thurgau

- Frau Katrin Schlaginhaufen, Präsidentin Dachverband Gemeinnütziger Frauenverein, Thurgau

- Frau Annina Villiger, Präsidentin Frauenzentrale Thurgau

- Frau Koch, Präsidentin Gemeinnütziger Frauenverein Weinfelden

sowie Jiyoon Kim Giacomuzzi, in Frauenfeld lebende Koreanerin

und Frau Anita Fahrni, Asienkennerin aus Frauenfeld

  

 

- WICHTIG - bitte weiterverbreiten

Liebe Klientinnen und Klienten der Infostelle Frau+Arbeit, liebe Mitglieder der Frauenzentrale, liebe Interessierte, liebe Freundinnen und Freunde 

  

Die Weiterexistenz der Infostelle Frau+Arbeit ist gefährdet! 

  

Die Infostelle Frau+Arbeit wird seit der Gründung 1998 vom Bund im Rahmen der Finanzhilfen nach Art. 15 Gleichstellungsgesetz (GIG) subventioniert. Die Subventionen stellen rund 50% des Gesamtbudgets der Infostelle Frau+Arbeit dar. Jährlich werden mehr als 600 Frauen und Männer beraten. 

  

Das Eidg. Departement des Innern hat diesen März die Prioritätenordnung für die Vergabe von Finanzhilfen nach Art. 15 GIG geändert. Konkret heisst dies, dass die Subventionen für die Infostelle und alle elf Beratungsstellen in der Schweiz ab 2019 gänzlich gestrichen werden. 

  

Der Bundesrat streicht damit die Gelder, die explizit für die Beratung von Frauen und Männern für die Förderung der Gleichstellung im Erwerbsleben zur Verfügung gestellt wurden.

  

Wir sind empört über diesen Entscheid – Sie auch?
Das Netzwerk pluplus, in dem die elf Beratungsstellen zusammengeschlossen sind, hat den Bundesrat in einemoffenen Brief (siehe 
www.art15.plusplus.ch) gebeten, die Änderung der Prioritätenordnung rückgängig zu machen. 

  

Verleihen Sie unserem Anliegen mehr Gewicht!
Mit Ihrem Namen respektive oder Ihrer Stimme auf www.art15.plusplus.ch können Sie sich dafür einsetzen, dass die  Beratungsstellen weiterhin durch Bundessubventionen finanziert werden und die Infostelle Frau+Arbeit weiterhin allen offen steht, die Unterstützung und Beratung benötigen. 

  

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! 

  

Freundliche Grüsse 

  

Annina Villiger Wirth, Präsidentin Frauenzentrale Thurgau        Antonella Bizzini, Stellenleiterin» 

  

Infostelle Frau+Arbeit 

Frauenfelderstrasse 4 

8570 Weinfelden 

fon 071 626 58 48 

fax 071 626 58 49 

www.frauundarbeit.ch

A K T U E L L - Doch wovon lebt der Mensch?

Am letzten Dienstag, 26. April 2016, veranstaltete die Frauenzentrale eine Podiumsdiskussion in der Aula der Kantonsschule Kreuzlingen. 

Der Anlass war sehr gut besucht und die Diskussion war angeregt. Die neue Präsidentin der Frauenzentrale, Annina Villiger, begrüsste die anwesenden Gäste. Der Perkussionsdarbietung von Studenten folgte das Input-Refereat von Ina Pretorius. Im Anschluss diskutierten Frau Nicole Althaus, Frau Monika Laib, Herr Ueli Mäder und Herr Fabio Schmid moderiert von Thomas Götz das Thema bedingungsloses Grundeinkommen. Zu guter Letzt offerierte die Frauenzentrale einen Umtrunk mit feinen Häppchen und die Gäste nutzten die Gelegenheit zum angeregten Austausch.

In den  Medien

Impressionen: 

            Nicole Althaus & Fabio Schmid          

 

 

Fachstelle Frau+Arbeit

Die Frauenzentrale Thurgau führt die Fachstelle Frau+Arbeit in Weinfelden.

Lohngleichheit!

Geht uns alle an - Film schauen! - teilen!

Und als nächstes steht der Tag der Lohngleichheit an, die Frauenzentrale TG spannt zusammen mit den BPW-Frauen und plant eine Aktion an diesem Tag. Mehr Informationen dazu folgen in Kürze.

Und zum Lohnmobil:

Alles Wichtige zum Lohnmobil hier

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Die Postkartenserie 2011

Im Jubiläumsjahr von 40 Jahren Frauenstimmrecht sind die Postkarten 1 und 2 diesem Thema gewidmet.

Postkarte 1

Postkarte 2

Postkarte 3

Die Postkartenserie 2010

Postkarte Nr. 1          Postkarte Nr. 2          Postkarte Nr. 3

Postkarte Nr. 4          Postkarte Nr. 5          Postkarte Nr. 6

Postkarte Nr. 7          Postkarte Nr. 8          Postkarte Nr. 9